5. Nationales Symposium für Qualitätsmanagement

vom „schwarzen Peter" zum Wettbewerbsfaktor

Qualitätsmanagement – ein zentraler und oft verwendeter Begriff in den aktuellen Diskussionen im Gesundheitswesen. Qualitätsmanagement ist ein Ansatz, ein Konzept aber auch eine Haltung, modern und vorwärtsgerichtet, wird jedoch auch gerne und schnell mit Bürokratie und Zusatzaufwand verknüpft. Trotz der Wichtigkeit des Themas herrscht auf übergeordneter Ebene so etwas wie Stillstand vor. Die Verantwortung und anstehende Entscheide werden wie der „Schwarze Peter" hin und her geschoben: Vom Bund zu den Versicherern, weiter zu den Leistungserbringern und zurück. Nicht erstaunlich, sind die grossen Würfe bislang ausgeblieben und es kommt immer wieder Resignation auf.

So erschien es für die Leistungserbringer teilweise sogar sinnvoll zu sein, sich passiv zu verhalten, keine unnötigen Initiativen zu ergreifen. Es war ja eh nicht klar, was gemacht werden soll und was morgen noch gültig sein würde. Weder die Leistungserbringer, die Fachgesellschaften noch die Verbände wussten wie sie sich verhalten sollten. Dies führte nicht zuletzt dazu, dass auch innerhalb der einzelnen Organisation der „Schwarze Peter" bezüglich Entwickeln und Umsetzen des Qualitätsmanagements hemmungslos weitergegeben wurde und QM zum internen Ärgernis oder zur bürokratischen Hürde verkam.

Erfreulicherweise brachten strukturelle Veränderungen Bewegung ins Gesundheitssystem. Qualitätsmanagement und die Qualität werden plötzlich zu einem bedeutenden Wettbewerbsfaktor und erreichen möglicherweise den Stellenwert, der lange angestrebt wurde.

Das nationale Symposium 2012 setzt sich mit diesen Fragen auseinander. Experten aus dem In- und Ausland zeigen Lösungsvorschläge und erörtern die zentralen Fragen, die sich in diesem Kontext ergeben. Sie beleuchten den Themenkreis aus verschiedenen praktischen und theoretischen Perspektiven.

Auch dieses Jahr wird dank der grosszügigen Unterstützung durch die FMH im Rahmen des Nationalen Symposiums der Swiss Quality Award verteilt. Die Preisträger zeigen, wie mit Kreativität und Innovation der „Schwarze Peter" positiv genutzt werden kann. Es lohnt sich also auf jeden Fall, am Nationalen Symposium teilzunehmen.

Philipp Schneider Marie-Theres Nieuwesteeg Christoph Röder